Wir setzen uns mit einem neuen Gemeinderatsantrag für einen längst überfälligen Radweg-Lückenschluss in der Hatschekstraße ein. Denn nur mit einer sicheren und durchgängigen Radinfrastruktur bringt man mehr Menschen aufs Fahrrad. Gleichzeitig wäre dies auch ein bisher ausstehendes Zeichen des Respekts und der Wertschätzung für all jene, die schon heute regelmäßig mit dem Rad dort unterwegs sind.
Die Stadt Linz verfolgt mit ihrer Fahrradstrategie das Ziel, den Radverkehrsanteil deutlich zu erhöhen. Dafür braucht es nicht nur möglichst viele Radweg-Kilometer, sondern vor allem ein zusammenhängendes, lückenloses und sicher befahrbares Radnetz. Denn nur durchgängige Verbindungen machen das Fahrrad auch für den Alltag attraktiv.
Eine solche Verbindung weist derzeit in der Hatschekstraße eine rund 100 Meter lange Lücke auf. Sowohl in der Hanuschstraße als auch in der Straße Am Bindermichl bestehen baulich getrennte Radwege. Der von der Hanuschstraße kommende Radweg endet jedoch auf Höhe Hatschekstraße 8 bzw. Waldmüllergang. Bis zur Straße Am Bindermichl auf Höhe Hatschekstraße 14 fehlt anschließend jegliche Radverkehrsinfrastruktur oder entsprechende Bodenmarkierung.
Radfahrerïnnen müssen dadurch auf die Fahrbahn wechseln – ohne dass ihre Führung für den übrigen Verkehr eindeutig erkennbar ist. Gerade dadurch entsteht eine vermeidbare Gefahrenstelle. Zusätzlich ist die Radwegführung im Kreuzungsbereich Hatschekstraße / Am Bindermichl derzeit unklar.

„Ein Radweg, der plötzlich aufhört, ist keine gute Radinfrastruktur. Gerade solche Lücken machen Radfahren unsicher und unattraktiv. Dabei könnten wir diese Stelle mit vergleichsweise einfachen und kostengünstigen Maßnahmen rasch entschärfen.“
Tobias Watzl, Mobilitätssprecher von Ahoi Linz
Ahoi Linz schlägt deshalb vor, die rund 100 Meter lange Lücke durch einen Mehrzweckstreifen zu schließen und die Radwegführung im Kreuzungsbereich Hatschekstraße / Am Bindermichl durch eindeutige Bodenmarkierungen klar zu kennzeichnen.
Das Vorhaben ist auch in der Linzer Fahrradstrategie bereits als Projekt mit hoher Priorität und einer Umsetzung ab 2026 vorgesehen. Es wäre daher an der Zeit, diese Lücke tatsächlich zu schließen.


Wir bringen deshalb einen Antrag in den Gemeinderat ein und fordern eine durchgängige, sichere Radverkehrsführung in der Hatschekstraße.
Denn wer den Radverkehrsanteil erhöhen will, muss dafür sorgen, dass Radfahren sicher und unkompliziert möglich ist – auf den ersten und auch auf den letzten 100 Metern.
Weiterführende Informationen, Downloads und Links:
- Bericht auf salzburg.orf.at: „Breite Radwegmarkierungen sorgen für mehr Abstand“ (04.09.2026)


