Geh- und Radweg hört an Stadtgrenze einfach auf. Auf zum raschen Lückenschluss!

Gefährliche und undurchsichtige Geh- und Radverbindung ohne Übergänge am Anfang/Ende der neuen Achse in der Bäckermühlstraße (Quelle: maps.google.com © 2026 Google)

Gefährliche und undurchsichtige Geh- und Radverbindung ohne Übergänge am Anfang/Ende der neuen Achse in der Bäckermühlstraße (Quelle: maps.google.com © 2026 Google)

Für eine zeitnahe Lösung für einen Geh- und Radweg, der seit der Eröffnung ohne sichere Anbindung an die Umgebungsrouten existiert. Verkehrswege sollen nicht isoliert bleiben und an einer Gemeindegrenze enden. Wir bringen dazu eine Resolution im kommenden Gemeinderat ein.

Was nützt ein neuer Geh- und Radweg, wenn er einfach endet? Genau diese Frage stellt sich im Linzer Süden. Im Bäckermühlweg wurde 2024 ein neuer kombinierter Geh- und Radweg errichtet. Eine gute Investition, die aber bislang jedoch nicht ihre volle Wirkung entfaltet. Denn ein geordneter Anschluss an das umliegende Gebiet fehlt hier noch immer.


Eine Route mit überregionalem Potenzial

Auf Leondinger Stadtgebiet gibt es in der Kauttenstraße bereits einen Geh- und Radweg. Er führt über eine Unterführung unter der Pyhrnbahn weiter zum Radweg Richtung Traun. Gemeinsam mit dem neuen Abschnitt im Bäckermühlweg könnte hier eine überregional attraktive Radroute entstehen. Könnte. Denn zwischen den beiden Abschnitten klafft eine Lücke. Die Gemeindegrenze zwischen Linz und Leonding liegt ziemlich genau unter der Brücke. Für uns ist das kein Grund die Wege hier nachlässig enden zu lassen.

Immer wieder kommt es im dortigen Bereich an den Stadtgemeindegrenzen zu gefährlichen Situationen. (Foto: Ahoi Linz)

Ein Kreuzungsbereich, der verwirrt und gefährdet

Mit dem Bau des neuen Geh- und Radwegs wurde also noch keine neuen Anbindungen an die Kauttenstraße geschaffen. Die Situation im Bereich unterhalb der Pyhrnbahnbrücke ist jedoch für alle Verkehrsteilnehmerïnnen verwirrend, für Zufußgehende und Radfahrende aber besonders gefährlich:

  • Die Verkehrsführung für Fuß- und Radverkehr ist unklar.
  • Es fehlen sichere Querungsmöglichkeiten und Gehsteige.
  • Für Autofahrerïnnen ist nicht erkennbar, dass mit querendem Fuß- und Radverkehr zu rechnen ist.
  • Die Beleuchtung ist schlecht, was gerade in der dunklen Jahreszeit zum Problem wird.
Schwierige Verkehrsverhältnisse unter der Brücke. Ein Desire Path (re.) unterstreicht die Notwendigkeit einer ordentlichen Lösung. (Foto: Ahoi Linz)

Ein Missing Link im neuen Radkorridor

Eine klare, durchgängige und sichere Führung der Geh- und Radwege, sichere Übergänge und eine bessere Beleuchtung würden den Kreuzungsbereich für alle sicherer und angenehmer machen. Vor allem aber ist diese Stelle ein klassischer „Missing Link“. Die Notwendigkeit einer Lösung dort wurde auch in einer Vorerhebung durch ein Planungsinstitut klar zu Papier gebracht*. Erst wenn die Lücke geschlossen ist, wird die Vorinvestition in den neuen Geh- und Radweg voll wirksam.

Die Menschen wurden gefragt und sie haben eine Expertise aus ihren Erfahrungen abgegeben. Die Bevölkerung wünscht sich insbesondere eine sichere Führung des Geh- und Radwegs im Bereich Kauttenstraße. Zudem wird eine Bedeutung als überregionale Radachse von den Autorïnnen der Studie festgestellt. Wir denken: Die Politik soll nun rasch liefern. (Foto: Screenshots aus dem Stadtteilverkehrskonzept von Rosinak & Partner, 2022*)
Heatmap aus einer Tracking-App: Die dunklen, dicken Linien deuten auf eine hohe Frequenz und damit auf eine starke Bedeutung für den Rad- und Fußverkehr hin. (Bild: Via Strava; generiert aus aggregierten Nutzerdaten – Strava, Inc., 2026)


Zusammenarbeit über die Gemeindegrenze hinweg

Der Kreuzungsbereich liegt sowohl auf Linzer als auch auf Leondinger Stadtgebiet. Eine Lösung gelingt daher nur gemeinsam. Radfahrende und Fußgängerïnnen halten sich nicht an Gemeindegrenzen, die Verkehrsplanung sollte es auch nicht tun.


Ahoi-Resolution im Gemeinderat

Wir bringen deshalb im Linzer Gemeinderat eine Resolution ein. Der für Verkehr zuständige Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart wird darin ersucht, in Absprache mit der Stadtgemeinde Leonding eine Lösung für den Lückenschluss zu erarbeiten und umzusetzen. Ziel ist es, den neuen Geh- und Radweg im Bäckermühlweg mit dem bestehenden Weg in der Kauttenstraße im Bereich der Unterführung unter der Pyhrnbahn so zu verbinden, dass er für alle Verkehrsteilnehmerïnnen sicher ist.
Denn ein Radweg ist immer nur so gut wie seine Anschlüsse.


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